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Autorenverzeichnis: Wolf, Ror

Name: Wolf, Ror
Pseudonym: (d.i. Richard Wolf; Pseudonym Raoul Tranchirer)
Adresse: Kupferbergterrasse 21, 55116 Mainz
Biographie: 29.6.1932 in Saalfeld/Thüringen. Schriftsteller (Roman, Erzählung, Lyrik, Hörspiel, Film, Theater). Nach Besuch der Volksschule Saalfeld, der Heimschule Wickersdorf und der Oberschule Saalfeld Abitur 1951. Von 1951 bis 1953 Betonbauer in der DDR (ein Studium blieb dem Sohn einer großbürgerlichen Unternehmerin untersagt). Im August 1953 Übersiedlung in die Bundesrepublik. Notaufnahmelager Sandbostel (Niedersachsen), 1953/54 in Stuttgart verschiedene Beschäftigungen vom Straßenbauarbeiter über Zeitschriftenvertreter bis zum Druckereihilfsarbeiter. Von 1954 bis 1961 Studium der Literatur, Soziologie und Philosophie in Frankfurt am Main und in Hamburg, u.a. bei Adorno, Horkheimer, Höllerer und Schelsky (ohne Abschluß). Während des Studiums Mitarbeiter verschiedener Werbeagenturen und Marktforschungsinstitute. Ab Januar 1958 erste Veröffentlichungen in der legendären Frankfurter Studentenzeitung "Diskus", von 1959 bis 1964 dort Feuilleton- Redakteur. 1961 bis 1963 Literatur- Redakteur beim Hessischen Rundfunk. Ab 1963 freier Schriftsteller, wohnhaft u.a. in Frankfurt am Main, St. Gallen und Basel (Schweiz), in Mainz (von 1974 bis 1978), in Wiesbaden (von 1979 bis 1989, mit Unterbrechungen). Seit 1990 lebt und arbeitet Ror Wolf nach insgesamt 34 Umzügen wieder in Mainz. Romandebüt 1964 im Suhrkamp-Verlag mit "Fortsetzung des Berichts".
Gruppen und Preise: Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung (seit 1989). Förderpreis des niedersächsischen Kunstpreises 1965, Stipendium des Senats für Wissenschaft und Kunst von Berlin 1971, Writer in Residence an der University of Warwick/England 1976, Gastdozent an der Gesamthochschule Siegen im Wintersemester 1977/78, Förderpreis des Hessischen Kulturpreises 1983, Stipendiat des Deutschen Literaturfonds 1983, Hörspielpreis der Kriegsblinden 1988, Marburger Literaturpreis 1988, Stipendiat des Deutschen Literaturfonds 1990, "Schwarzer Peter" - Preis für groteske Literatur Düsseldorf 1991, Bremer Literaturpreis 1992 für das Buch "Nachrichten aus der bewohnten Welt", Frankfurter Hörspielpreis 1992, Doderer-Preis 1996, Kunstpreis des Landes Rheinland- Pfalz 1997.
Bibliographie: Prosa, Lyrik: Fortsetzung des Berichts. Frankfurt am Main 1964 (Taschenbuchausgaben Frankfurt am Main 1970, zuletzt 1995; Neuausgabe innerhalb der Werksausgabe Frankfurt am Main 1992; französische Ausgabe unter dem Titel "Le terrible festin", Paris 1970, italienische Ausgabe Mailand 1968). - Das Lexikon der feinen Sitte (zusammen mit Karl Riha). Frankfurt am Main 1964. - Pilzer und Pelzer. Eine Abenteuerserie. Frankfurt am Main 1967 (Neuausgabe Frankfurt am Main 1978; vollständige Ausgabe Darmstadt/Neuwied 1988). - Mein Famili. Zwölf Moritaten und vier Collagen von Raoul Tranchirer. Gießen 1968. - Danke schön. Nichts zu danken. Geschichten. Frankfurt am Main 1969. - Punkt ist Punkt. Fußball- Spiele. Frankfurt am Main 1971 (Erweiterte Taschenbuchausgabe Frankfurt am Main 1973). - mein famili. sämtliche moritaten von raoul tranchirer mit 22 Collagen des autors. Frankfurt am Main 1971. - Die Gefährlichkeit der großen Ebene. Roman und kurze Prosa. Frankfurt am Main 1976 (Neuausgabe innerhalb der Werksausgabe 1992). - Die heiße Luft der Spiele. Prosa und anderes. Frankfurt am Main 1980. - Das nächste Spiel ist immer das schwerste. Königstein/Taunus 1982 (Taschenbuchausgabe Zürich 1990, zuletzt Frankfurt am Main 1994). - Raoul Tranchirers vielseitiger großer Ratschläger für alle Fälle der Welt. Prosa und Bildcollagen. Gießen 1983. - Hans Waldmanns Abenteuer. Sämtliche Moritaten von Raoul Tranchirer. Zürich 1985 (Taschenbuchausgabe 1992). - Mehrere Männer. Zweiundachtzig ziemlich kurze Geschichte, zwölf Collagen und eine längere Reise. Darmstadt, Neuwied 1987. - Ausflug an den vorläufigen Rand der Dinge. Prosa 1957 - 1976. Mit zwölf Collagen. Darmstadt, Neuwied 1988. - Raoul Tranchirers Mitteilungen an Ratlose. Zürich 1988. - Die Gefährlichkeit der großen Ebene. Pilzer und Pelzer. Eine Abenteuerserie. Frankfurt am Main 1992. - Nachrichten aus der bewohnten Welt. Frankfurt am Main 1991. - Raoul Tranchirers Welt- und Wirklichkeitslehre aus dem Reich des Fleisches, der Erde, der Luft, des Wassers und der Gefühle. Frankfurt am Main 1990 (2. Auflage 1994). - Tranchirers letzte Gedanken über die Vermehrung der Lust und des Schreckens. Gießen 1994. - Aussichten auf neue Erlebnisse. Balladen, Moritaten und andere Gedichte. Frankfurt am Main 1996. - Werkausgabe in sieben Bänden. Frankfurt am Main 1996. - Mitteilungen an Ratlose. Erste vollständige Ausgabe. Prosa und Bildcollagen. Frankfurt am Main 1997. Theater (Auswahl): Punkt ist Punkt. Uraufführung: Stadttheater Aachen 1972. Hörspiele: Der Chinese am Fenster. Westdeutscher Rundfunk/Hessischer Rundfunk 1971. - Die heiße Luft der Spiele. Süddeutscher Rundfunk/Südwestfunk/Saarländischer Rundfunk 1973. - Die überzeugenden Vorteile des Abends. Westdeutscher Rundfunk/Bayerischer Rundfunk 1972. - Die Stunde der Wahrheit. Hessischer Rundfunk 1974. - Oh Ton. 7 Radio-Collagen 1972 - 1978. - Reise in die Luft in 67 Minuten und 15 Sekunden. Hessischer Rundfunk/Westdeutscher Rundfunk 1976. - Auf der Suche nach Doktor Q. Hörspiel-Trilogie. Frankfurt am Main 1976. - Schwierigkeiten beim Umschalten. Hessischer Rundfunk 1978. - Rückblick auf große Tage. Hessischer Rundfunk 1978. - Die alten Zeiten sind vorbei. Hessischer Rundfunk 1979. - Der Ball ist rund. Hessischer Rundfunk 1979. - Merkwürdige Entscheidungen. Hessischer Rundfunk 1979. - Die Einsamkeit des Meeresgrundes. Westdeutscher Rundfunk/Süddeutscher Rundfunk 1979. - Cordoba. Juni 13 Uhr 45. Hessischer Rundfunk 1979. - Bananen-Heinz. Hessischer Rundfunk 1984. - Leben und Tod des Kornettisten Bix Beiderbecke aus Nord-Amerika. Eine Radio-Ballade. Südwestfunk/Hessischer Rundfunk/Norddeutscher Rundfunk/Westdeutscher Rundfunk 1987. - Das Blinzeln des magischen Auges. Selbstportrait des Autors als Hörspielmacher 1990. - Die Durchquerung der Tiefe in dreizehn dunklen Kapiteln. Südwestfunk/Deutschlandfunk 1997. Film- und Fernseharbeiten: Jakob von Gunten. Nach Robert Walser. Drehbuch zusammen mit Peter Lilienthal. Regie: Peter Lilienthal. ZDF 1971. - Keep Out. Kamerafilm für das ZDF. 1975. Schallplatten/Hörspielcassetten: Der Ball ist rund & Schwierigkeiten beim Umschalten. 2 Radio-Collagen. Schallplatte. Berlin 1987. - Leben und Tod des Kornettisten Bix Beiderbecke aus Nord- Amerika. Hörspielcassette. Stuttgart 1989. - Radio- Collagen (1). Fußball-WM 1974 und 1978. CD. Frankfurt am Main 1998. Darin: Rückblick auf große Tage und Cordoba Juni 13 Uhr 45. - Raoul Tranchirers vielseitiger großer Ratschläger für alle Fälle der Welt. Prosa und Bildcollagen. Erweiterte Neuausgabe. Frankfurt am Main 1999. Leben und Tod des Kornettisten Bix Beiderbecke aus Nord-Amerika. CD. Berlin 2000. - Radio-Reisen. 6 Hörspiele. Frankfurt am Main 2000 Literatur: Karl Riha: Moritat, Song, Bänkelsong. Zur Geschichte der modernen Ballade. Göttingen 1965. - Lothar Baier (Hg.): Über Ror Wolf. Frankfurt am Main 1972. - Thomas Bündgen: Sinnlichkeit und Konstruktion. Die Struktur moderner Prosa im Werk von Ror Wolf. Frankfurt am Main/Bern 1985. - Rolf Schütte: Material, Konstitution, Variabilität. Sprachbewegungen im literarischen Werk von Ror Wolf. Bern 1987. - Anfang & vorläufiges Ende. 91 Ansichten über den Schriftsteller Ror Wolf. Frankfurt am Main 1992 (mit Rezensionen zu sämtlichen Werken). . - Kai Jürgens: Zwischen Suppe und Mund. Realitätskonzeption in Ror Wolfs Fortsetzung des Berichts. Kiel 2000.


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