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Autorenverzeichnis: Schami, Rafik

Name: Schami, Rafik
Pseudonym: (eigentlich Suheil Fadél)
Biographie: 23.6.1946 in Damaskus/Syrien. Schriftsteller (Märchen, Fabeln, phantastische Geschichten). Wuchs in Syriens Hauptstadt Damaskus als Angehöriger der syrisch-christlichen Minderheit auf. Veröffentlichte schon früh Kurzerzählungen und Märchen in der Schulzeitung und in Kinderzeitschriften. Gründete ein Dialekt-Theater für Analphabeten und leitete von 1966 bis 1969, bis zum Verbot durch die Zensurbehörden der Militärregierung, die Redaktion der literarischen Wandzeitung "Al- Muntalak" ("Der Ausgangspunkt") im alten Stadtviertel von Damaskus. Emigrierte 1971 in die Bundesrepublik. Studium der Chemie an der Universität Heidelberg, daneben Arbeit als Aushilfskraft u.a. in Kaufhäusern und Restaurants. Promotion 1979. Arbeitete anschließend in der Industrie. Seit 1982 freier Schriftsteller, lebt im pfälzischen Kirchheimbolanden. War Mitbegründer der Gruppen "Südwind" und "PoLiKunst" für Gastarbeiterliteratur.
Gruppen und Preise: Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis 1985 der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, Thaddäus- Troll-Preis 1986 des Förderkreises deutscher Schriftsteller Baden-Württemberg für die Erzählsammlung "Fliegenmelker", Zürcher Kinderbuchpreis "La vache qui lit" 1987, "Preis der Leseratten" des ZDF 1987 und "Die Blaue Brillenschlange" 1987 des Kinderbuchfonds Dritte Welt für den Roman "Eine Hand voller Sterne", dafür auch Jenny- Smelik- Kiggen-Preis 1989 in Holland, "Mildred D. Bachelder Award" 1991 in den USA und "Children's Book of the Year" in Großbritannien, Rattenfänger-Literatur-Preis der Stadt Hameln 1990 und Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar für "Erzähler der Nacht", Adelbert-von- Chamisso-Preis der Robert Bosch Stiftung 1993, Hermann-Hesse-Preis 1994 für den Roman "Der ehrliche Lügner".
Bibliographie: Andere Märchen. Bonn 1978. - Das Schaf im Wolfspelz. Märchen und Fabeln. Dortmund 1982. - Luki. Die Abenteuer eines kleinen Vogels. Göttingen 1983. - Das letzte Wort der Wanderratte. Märchen, Fabeln und phantastische Geschichten. Kiel 1984 (Taschenbuchausgabe bei dtv, München 1987). - Weshalb darf Babs wieder lachen? Göttingen 1985. - Der erste Ritt durchs Nadelöhr. Noch mehr Märchen, Fabeln und phantastische Geschichten. Kiel 1985 (Taschenbuchausgabe bei dtv, München 1988). - Der Fliegenmelker und andere Erzählungen aus Damaskus. Berlin 1985 (Taschenbuchausgabe bei dtv, München 1989). - Bobo und Susu. Als der Elefant sich in eine Maus verliebte. Wien 1986. - Eine Hand voller Sterne. Roman. Weinheim 1987 (Taschenbuchausgabe bei dtv. München 1995) . - Malula. Märchen und Märchenhaftes aus meinem Dorf. Kiel 1987. - Die Sehnsucht fährt schwarz. Geschichten aus der Fremde. München 1988. - Der Erzähler der Nacht. Erzählungen und Märchen. Weinheim 1989 (Taschenbuchausgabe bei dtv. München 1994). - Der Löwe Benilo. Eine Bilderbuchgeschichte. Wien 1989. - Der Wunderkasten. Weinheim 1990. - Der fliegende Baum. Die schönsten Märchen, Fabeln und phantastischen Geschichten. Kiel 1991. - Der ehrliche Lügner. Roman von tausendundeiner Lüge. Weinheim 1992. - Märchen aus Malula. Kiel 1992 (Taschenbuchausgabe bei dtv, München 1990). - Der brennende Eisberg. 1994. - Vom Zauber der Zunge. Reden gegen das Verstummen. Frauenfeld 1993. - Das ist doch kein Papagei (mit Wolf Erlbruch). München 1994. - Reise zwischen Nacht und Morgen. München 1995. Tonbandcassetten: Der Kameltreiber von Heidelberg. Dortmund 1986. - Verrückt zu sein ist gar nicht so einfach. Frankfurt am Main 1987. Literatur: Allgemein: Lutz Tantow: Rafik Schami. In: Kritisches Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (Stand: 1988). - Ariane Dettloff: "Ich nenne mich Gastarbeiter". In: Vorwärts, 14.7.1983. - Mario Damolin: Der kleine Rabe und ein wichtiges Wort der Wanderratte. In: Communale, 15.11.1984. - Mit List in die Köpfe der Menschen. In: Der Tagesspiegel, 9.8.1987. - Gudrun Zimmermann: Ein orientalischer Erzähler in Deutschland. In: Stuttgarter Zeitung, 20.1.1990. - René Wagner: Von Damaskus nach Kirchheimbolanden. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1.9.1990. - Anna Katharina Ulrich: Zeit für Geschichten. In: Neue Zürcher Zeitung, 23./24.10.1994. - Angelika Ohland: Geschichten sind wie Freunde. In: Das Sonntagsblatt, 9.2.1996. Zu einzelnen Werken: Zu "Das Schaf im Wolfspelz": Herbert Friedmann: Fabeln und Märchen für die Gegenwart. In: die tat, 1.7.1983. Zu "Wanderratte": Lutz Tantow: Es war einmal ein "Gastarbeiter" ... In: Süddeutsche Zeitung, 20.2.1985. Zu "Fliegenmelker": Manfred Dierks: Geschichten aus Damaskus. In: Frankfurter Rundschau, 23.2.1994. - Lutz Tantow: Ritt durchs Nadelöhr. In: Die Zeit, 14.11.1986. Zu "Eine Hand voller Sterne": Birgit Dankert: Tagebuch aus Damaskus. In: Die Zeit, 10.4.1987. - Anna Katharina Ulrich: "Jeden Tag will ich schreiben!" In: Neue Zürcher Zeitung, 31.10./1.11.1987. Zu "Die Sehnsucht fährt schwarz": Joachim Hemmerle: Ein Gottessohn ohne Paß paßt nicht in unsere Welt. In: Münchner Merkur, 12.1.1988. Zu "Erzähler der Nacht": Hans ten Doornkaat: Sieben Gaben für Salim. In: Die Zeit, 13.10.1989. - Lutz Tantow: Da staunt Scheherazade. In: Saarbrücker Zeitung, 15.11.1989. - Volker Stahr: Von Feen, Ungeheuern und anderen Verrücktheiten. In: Die Welt, 30.3.1990. - Hans ten Doornkaat: Magie der schriftlichen Mündlichkeit. In: Eselsohr 3/1990, S. 26-29. - Anna Katharina Ulrich: Das offene Ohr des Schweigens. In: Neue Zürcher Zeitung, 4.8.1990. Zu "Wunderkasten": Meike Behrendt: Guckloch für Weltenwunder. In: Die Zeit, 6.4.1990. - Ricarda Winterwyl: Der Zauber verfliegt nicht. In: Süddeutsche Zeitung, 28./29.7.1990. Zu "Vom Zauber der Zunge": Hardy Ruoss: "Nur über das Ohr wird die Zunge klug". In: Neue Zürcher Zeitung, 23.8.1991. Zu "Der ehrliche Lügner": bap: Ein neuer "Schami" ist da. In: Börsenblatt, 28.8.1992. - Siggi Seuss-Weihmann: Tausend-undeine Lüge. In: Die Zeit, 2.10.1992. - Ricarda Winterswyl: Ohne Anfang, ohne Ende. In: Süddeutsche Zeitung, 3.12.1992. Zu "Reise zwischen Nacht und Morgen": Andrea Pütz: Erstaunliche Verjüngungskur. In: Stuttgarter Zeitung, 10.10.1995. Zu "Der Schnabelsteher": Susanne Schübel: Jeder ist in seinen Federn schön. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 18.11.1995.


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